Viel reden über Sicherheitsgarantien – Putin unbeirrt im Krieg

Ein Kommentar von Dr. Klaus Olshausen

Zusammenfassung
Alaska und Washington haben bestätigt, dass seit Beginn der Trump-Administration für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges bisher nur auf den Angegriffenen Druck ausgeübt wird. Das wird überdeckt mit der wenig überzeugenden Debatte über Sicherheitsgarantien. Diese sollen aber erst eintreten, wenn die Waffen schweigen. Das wird ohne eine Kapitulation der Ukraine nur geschehen, wenn Putin durch weit massivere Unterstützung der Ukraine und endlich wirksame Sanktionen aller Art die Unwahrscheinlichkeit und die zu hohen Kosten für die Fortsetzung seiner Aggressionen erkennt und den Rückzug antritt. Und dann liegen zwei Optionen für Sicherheitsgarantien – neben vollumfänglich ausgestatteten Streitkräften der Ukraine – auf der Hand. Erstens die zügige Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO, die alle Mitgliedstaaten im Dezember 2024 in Washington als unumkehrbar (irreversible) beschlossen haben. Und zweitens eine schon seit Angriffsbeginn Putins mögliche praktische Anwendung des Rechts einer gleich großen Koalition der Willigen zum Handeln gegen den Aggressor nach Artikel 51 der VN-Charta im Rahmen der kollektiven und individuellen Selbstverteidigung. Stattdessen lassen wir es mit bewegenden Worten der Unterstützung für die leidenden Ukrainer zu, dass diese den 34. Tag ihrer Unabhängigkeit zum vierten Mal unter der brutalen Kriegsknute Putins erleben und gestalten müssen. Leider reichen alle hehren Worte eben nur so weit wie die verkürzten nationalen Interessen. Und das verhindert die kurze und klare Sicherheitsgarantie aller oder vieler für den Beitrittskandidaten der EU: We will defend Ukraine!

Analyse
Vor Alaska und nach Alaska, vor Washington und nach Washington sticht ein Fakt ins Auge: Putin hat einen bedingungslosen Waffenstillstand abgewendet. Er kann und wird ungehindert durch internationale Treffen seinen brutalen Krieg verstärkt fortsetzen.
Bei dieser Sachlage werden von den USA und der Koalition der Willigen nicht etwa vorrangig und beschleunigt dringend notwendige militärische Unterstützung der Ukraine auf den Weg gebracht und die vorbereiteten Sanktionen der USA und Europas und seiner Partner ausgelöst. Vielmehr befassen sich internationale und nationale Gremien, Regierungen und Organisationen mit allerlei Varianten von Sicherheitsgarantien nach einem Waffenstillstand. Das Getöse über Bodentruppen, Luftstreitkräfte, Blauhelm-Missionen und ähnliche Vorschläge verschlingt die Aufmerksamkeit – gerade auch in Deutschland – in den Medien und der Bevölkerung.
Botschafter a. D. Wolfgang Ischinger ist zuzustimmen, dass vorrangiges Ziel, Auftrag und Aktion aller Unterstützer der Ukraine darin bestehen, die Ukraine so zu verstärken, dass „der Tiger das Stachelschwein vielleicht umschleicht, aber nicht angreift“. Und das zweite Aktionsfeld liegt bei Sanktionen, einschließlich Sekundärsanktionen und Schließung der zahlreichen Umgehungsmöglichkeiten und Schlupflöcher.
Jeder kann doch anhand der teils erratischen Entwicklungen seit Beginn der Trump-Administration erkennen, dass Druck bisher nur auf den Angegriffenen wirksam ausgeübt wird. Präsident Selenskyj hat seit mehreren Monaten einen für sein Land durchaus schwer zu ertragenden bedingungslosen Waffenstillstand entlang der Frontlinie akzeptiert. Die von Trump und europäischen Regierungen angestrebten Treffen von Putin mit Selenskyj und danach auch mit Trump, für die schon Orte genannt werden, hat der russische Außenminister Lawrow schon am Mittwoch auf eine lange Bank vorheriger Expertenrunden und politisch nachgeordneter politischer Ebenen geschoben. Und zu den Sicherheitsgarantien hat er schon einmal festgelegt, dass es um kollektive Sicherheitsgarantien unter Einschluss Russlands gehen müsse und Russland Truppen von NATO-Staaten strikt ablehne.
Mit der unsäglichen Diskussion über Bodentruppen in der Ukraine zur Absicherung eines „Friedens“ wird eine Debatte umgeleitet von der heute entscheidenden Aufgabe, die Selbstverteidigung der Ukraine zu unterstützen, auf irgendwelche Aufgaben und organisatorische Lösungen nach dem anzustrebenden „Frieden“. Putin kann sich zurücklehnen, wenn im Westen Diskussionen geführt werden über eine Zukunft, die er mit seinem politischen Ziel ja erklärtermaßen verhindern will. Das verschafft ihm Zeit und Handlungsspielraum. Denn in Regierungen und Gesellschaften wird plötzlich eine Diskussion virulent, dass die eigene Unterstützung des Opfers den Weg zum „Frieden“ erschwere.
Nimmt man die Aussagen der Koalition der Willigen, der Treffen in der EU und gemeinsame Treffen von Unterstützern beim Wort, dann ist der politische Zweck eine souveräne, freie Ukraine, die befähigt ist, ihre Entwicklung im Innern und Orientierung in der internationalen Gemeinschaft eigenständig zu bewerten und zu entscheiden. Mit Aufgabe der Forderung an Putin nach einem bedingungslosen Waffenstillstand erfordert die Lage bei den forcierten russischen Kriegshandlungen, dass alles getan wird, damit Putin keine weiteren Gebiete besetzen und die breite Zerstörung in der gesamten Ukraine fortsetzen kann. Wer also ohne einen Waffenstillstand mit dem Aggressor in Verhandlungen eintreten will, muss verhindern, dass die eigene Position ständig durch weitere militärische Erfolge Putins unterminiert wird. Aus den letzten Tagen wird aber erkennbar, dass weder die USA noch die EU nach dem Treffen in Alaska bereit sind, das weitere Bombardieren der Ukraine mit harten und endlich wirksamen Sanktionen, auch gegen Drittstaaten, zu beantworten. Und viele sind sogar der Meinung, dass mit den Verhandlungsversuchen auch die militärische Unterstützung nicht verstärkt, ja eher reduziert werden sollte.
Schon mehrfach kann man feststellen, dass sich im Handeln des Westens drei Einsichten von Carl von Clausewitz im negativen Sinn bestätigen.
Erstens stellt er zu der unterschiedlichen Anwendung physischer Gewalt fest, dass diese „die Mitwirkung der Intelligenz auf keine Weise ausschließt, (und) so muss der, welcher sich dieser Gewalt rücksichtslos, ohne Schonung des Blutes bedient, ein Übergewicht bekommen, wenn der Gegner es nicht tut“. Und passend zur Entwicklung spätestens seit dem Herbst 2023 resümiert er für die Aggression Putins: „So muss man die Sache ansehen, und es ist ein unnützes, selbst verkehrtes Bestreben, aus Widerwillen gegen das rohe Element die Natur desselben außer Acht zu lassen.“ Amerika und Europa haben vergeblich versucht und tun dies weiter, Putin mit langsamen, mögliche Risiken vermeidenden und in ihrer Wirkung begrenzten militärischen Maßnahmen unterschiedlicher Art für die Ukraine einzudämmen, geschweige denn zu stoppen oder zurückzuweisen.
Zweitens kann man erkennen, dass Amerika, Europa und alle Partner mit der gesamten politischen, wirtschaftlichen und militärischen Unterstützung keinerlei Veränderung in den politischen Absichten Putins erreicht haben. Dagegen hat die Konzentration auf Risikovermeidung faktisch dazu geführt, dass der Westen von seinem ursprünglichen politischen Zweck, die Ukraine in ihrer territorialen Integrität von 1991 als freie und souveräne Nation wiederherzustellen, nun darauf reduziert, einen Waffenstillstand auf dem militärischen Status quo zu erreichen. Damit werden, ganz im Sinne von Clausewitz, „ursprüngliche politische Absichten im Laufe des Krieges sehr wechseln und zuletzt ganz andere werden (können), weil sie durch (Miss-)Erfolge und wahrscheinliche Ergebnisse mitbestimmt werden.“ Eigentlich hatte der Westen das Ziel, die politischen Zwecke Putins zurückzuweisen.
Das führt zur dritten Einsicht. Es ist dem „Westen“ durch mangelnde Effizienz seines gesamten Handelns in dreieinhalb Jahren nicht gelungen, Putins „Motiv zum Frieden“ erstens durch die Unwahrscheinlichkeit und zweitens durch den zu hohen Preis seines Erfolges in der Ukraine herbeizuführen.
Nun sitzt der „Westen“ – zusätzlich bei fehlender Einigkeit – in einem Dilemma. Entweder er nimmt letztlich eine Art Kapitulation der Ukraine und damit auch seiner eigenen politischen Absichten in Kauf, oder er ist endlich bereit zu tun, was er völkerrechtlich schon seit dem 24. Februar 2022 hätte ergreifen können: sich auf Grundlage des Artikels 51 der VN-Charta zur kollektiven und individuellen Selbstverteidigung mit der Ukraine – zumindest mit einer Koalition der Willigen – zu entscheiden. Das wäre und kann immer noch ein bedeutender Schritt der „intra war deterrence“ gegen Russland werden. So könnten Putin die Unwahrscheinlichkeit seines Erfolges und die zu hohen Kosten für das Fortsetzen seiner Eroberungsoperationen am ehesten vor Augen geführt werden – zum Vorteil der Ukraine und des freien Europas.
Stattdessen erleben die Ukrainer, Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, ihr 34. Jahr der Unabhängigkeit bereits zum vierten Mal unter dem brutalen Angriff Russlands. Und obwohl vor und im Krieg unendlich viele Beteuerungen westlicher Staaten, Regierungen und wesentlicher Teile der Gesellschaften die Ukraine als Teil der freien europäischen Familie hervorgehoben haben, zeigen viele doch in der politischen und militärischen Wirklichkeit, dass dies eben nur so weit reicht wie die engeren eigenen Interessen. Denn sonst wäre die Sicherheitsgarantie mit dem kurzen und klaren Satz aller oder möglichst vieler für den Beitrittskandidaten der Europäischen Union zu beantworten: We will defend Ukraine!

Über den Autor: Generalleutnant a.D. Dr. Klaus Olshausen war von 2006 bis 2013 Präsident der Clausewitz-Gesellschaft. Zuvor war er Deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuss der NATO, bei der WEU und EU, HQ NATO, Brüssel. Dr. Olshausen gehört dem Fachbeirat des Sicherheitsforum Deutschland und ist Mitbegründer dieser Initiative. 

Platzpatrone? Der neue Wehrdienst – Kabinett will ein kräftiges Zeichen setzen 


Ein Kommentar von Norbert Adam Froitzheim

Das Kabinett hat am 27. August 2025 beschlossen, ein Gesetz für die Einführung eines neuen Wehrdienstes ab 2026 einzuführen, der zunächst eine Freiwilligkeit vorsieht und mit höheren Soldzahlungen und eine verpflichtenden Musterung ab 2027 beinhaltet. „Sicherheit steht in der Agenda weit oben“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin. Es sei aber auch ein „starkes Signal aus Berlin an die europäischen Verbündeten, dass Deutschland ein handlungsfähiger Partner in der Nato ist“. Russland sei und bleibe eine Bedrohung.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ergänzte: „Es ist nicht irgendein Gesetz, es ist ein Riesen-Schritt nach vorne. Es muss nachhaltig und langfristig sein. Das Mindset bei jungen Männern und Frauen soll sich ändern.“ Und junge Männer und Frauen müssten sich entscheiden: „Ist mir das egal? Will ich Verantwortung übernehmen? Und wenn ja, an welcher Stelle?“

Die Bundeswehr benötigt etwa 80.000 zusätzliche aktive Soldaten. Aus den Ableitung der Natoziele ergibt sich nämlich für Deutschland eine Größenordnung von 260.000 Männern und Frauen in der stehenden Truppe, um einem potenziellen Angriff etwa Russlands auf Nato-Gebiet standzuhalten.

Unabhängig davon, dass hier ein Kompromiss als Lösung verkauft wird und es für viele Fachleute dringend geboten gewesen wäre, den Wehrdienst in seiner früheren Form wieder einzuführen, lohnt sich vielleicht ein Blick auf das, um was es wirklich geht. Darum zunächst einmal die Frage, was man mit einem Wehrdienst überhaupt bezwecken möchte. Es geht nämlich nicht darum, jungen Menschen in einer wichtigen Phase ihres Lebens die Zeit zu stehlen, sondern aus dem Pool der Wehrdienstleistenden Zeitsoldaten und Reservisten zu rekrutieren. Wenn die Bundeswehr also 80.000 zusätzliche aktive Soldaten braucht, dann stellt sich zunächst einmal die Frage, bis wann diese Soldaten denn fertig ausgebildet, ausgestattet und einsatzfähig sein sollen. Mit Blick des Kanzlers auf eine potenzielle russische Bedrohung bleiben wir im Ungefähren, wann diese Bedrohung denn real sein wird. Folgt man verschiedenen Spekulationen, dann könnte dies 2029 der Fall sein. Dies natürlich nur unter der Voraussetzung, dass Russland nicht früher auf die Idee kommen könnte, Narwa in Estland zu attackieren und damit nach Artikel 5 Natovertrag den Bündnisfall auszulösen. Da wäre nämlich möglicherweise so: Estland ruft Artikel 4, der Nordatlantikrat tritt zusammen und jedes NATO-Land entscheidet, wie es den Bündnisfall konkret unterstützt.

Ungeachtet der Frage, ob es dann tatsächlich zu diesem Bündnisfall käme, müsste sich eine ordentliche Ressourcenplanung mindestens auf 2029, wenn nicht auf 2027 einrichten. Es stellt sich dann allerdings die Frage, wie – und sieht man von einer Generalmobilmachung ab –  man bis zu diesen Zeitpunkt auf die Zahl von 80.000 neuen Soldaten kommen will. Wie viele junge Menschen müsste Deutschland einziehen, um 80.000 Zeitsoldaten auszubilden?

Zunächst die Basiszahlen: In Deutschland leben derzeit etwa 3,25 Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Geht man davon aus, dass die ersten Jahrgänge ab 2026 eingezogen werden und bis 2030 fünf komplette Kohorten durchlaufen, ergibt sich die notwendige Grundgesamtheit an Rekruten.

Die entscheidende Variable ist die Konversionsrate. Eine Modellrechnung könnte wie folgt aussehen. So könnte erfahrungsgemäß etwa die Hälfte aller Wehrdienstleistenden den Dienst innerhalb des ersten Jahres abbrechen. Von den Verbleibenden entscheidet sich wiederum nur ein Teil für den Weg in die längerfristige Verpflichtung als Zeitsoldat („Conversion rate“). Historische Erfahrungswerte schwanken zwischen 10 und 25 Prozent, bei entsprechender Incentivierung vielleicht höher. 

Nimmt man als mittlere Annahme eine Quote von 20 Prozent, bedeutet dies: Von allen Einrückenden werden im Ergebnis nur rund 10 Prozent Zeitsoldaten (50 Prozent Durchhalten × 20 Prozent Konversion). Um also 80.000 Zeitsoldaten zu gewinnen, müssten insgesamt etwa 800.000 junge Menschen zwischen 2026 und 2030 einrücken, also rund 160.000 pro Jahr. Das entspräche knapp fünf Prozent der gesamten 18- bis 25-Jährigen oder nahezu 40 Prozent eines einzelnen Jahrgangs.

Je nach angenommener Quote verändert sich das Bild erheblich:

  • Bei nur 15 Prozent Konversion der Nichtabbrecher wären mehr als eine Million Einberufene nötig, also über 200.000 pro Jahr.
  • Bei 25 Prozent Konversion ließe sich das Ziel bereits mit rund 640.000 Einrückenden erreichen, also etwa 128.000 pro Jahr.

Die Spannbreite zeigt: Selbst unter optimistischen Annahmen müssten sich jährlich eine sechsstellige Zahl junger Männer und Frauen freiwillig zum Wehrdienst verpflichten, um das Ziel von 80.000 Zeitsoldaten bis 2031 zu erreichen. Das erscheint utopisch. Es ist zu befürchten, dass unsere Verbündeten in der Nato und auch unsere amerikanischen Freunde anders als wir selbst den Grundrechenarten mächtig sind. Es bleibt deswegen zu hoffen, dass man dem „starken Zeichen“, das Kanzler Merz an die anderen Nationen senden will, nicht so richtig ernst nehmen. Im Kreml wird der Schrecken über die Ankündigung der Regierung sicherlich in Grenzen halten. 

Und wenn Verteidigungsminister Pistorius sagt, dass sich „das Mindset bei jungen Männern und Frauen ändern soll“, dann scheint es dringend geboten, dass sich das Mindset erst einmal bei Minister Pistorius und seiner Partei ändern sollte. Einige Unionsabgeordnete wissen es ohnehin: Mit einem Ackergaul ist das Grand National nicht zu gewinnen. Eine gute Portion Pragmatismus und Realismus würde in Berlin für frische Luft sorgen. 

Norbert Adam Froitzheim ist 1. Vorsitzender des Sicherheitsforum Deutschland e.V.

Tiefe Einsichten ins Denken der Nato

Michael Rühle war mit seinem Vortrag „80 Jahre Hiroshima – Zur fortgesetzen Bedeutung von Kernwaffen in der internationalen Politik“ beim Sicherheitsforum Deutschland in Bonn zu Gast.

Seit dem Beginn des Nuklearzeitalters vor 80 Jahren ist die nukleare Abschreckung ein zentrales Element der internationalen Sicherheit. Zwar hat die Forschung im Laufe der Jahrzehnte ihre Grenzen aufgezeigt, doch, so betonte Michael Rühle in seinem Vortrag, seien alle Versuche gescheitert, diese durch eine vollständige Abschaffung der Nuklearwaffen zu überwinden. Kritiker mögen zwar eindringlich auf die Risiken der nuklearen Abschreckung verweisen, doch bieten sie nach Rühles Einschätzung keine glaubwürdigen Alternativen zur Sicherung des Friedens.

Rühle, seit über 30 Jahren Insider der NATO, setzte in der anschließenden Diskussion zudem markante Denkanstöße – insbesondere mit Blick auf die Interpretation der aktuellen Bedrohungslage Deutschlands.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Erlebnisbericht von Dr. Michael Klevenhaus, dem Gastgeber im Café des Kunstmuseums Bonn. Er schilderte seinen Besuch im Kibbuz Nir Oz, wo beim Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 zahlreiche Bewohner auf grausame Weise ermordet wurden. Initiiert durch die Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz war Klevenhaus in das Zentrum der Gräueltat gereist, hatte die Verwüstungen und Zerstörungen mit eigenen Augen gesehen und mit Überlebenden gesprochen. Ein Bericht, der tief bewegte.

Die Veranstaltung fand am 25. August 2025 im Café im Kunstmuseum in Bonn statt. Auf dem Bild: Axel Schwarz (Sicherheitsforum Deutschland), Dr. Michael Klevenhaus, Michael Rühle, Norbert Adam Froitzheim (Sicherheitsforum Deutschland), Rolf Clement (Sicherheitsforum Deutschland)