In eigener Sache – Neuer Name, neues Layout

Das Online Journal des Sicherheitsforum Deutschland trägt ab 2026 einen neuen Namen, weil sich unser Blick geweitet hat und unser Anspruch klarer geworden ist. Sicherheit bleibt ein zentrales Thema, doch sie lässt sich nicht mehr isoliert denken. Sie ist eingebettet in gesellschaftliche Entwicklungen, politische Kultur und die Frage, wie Gemeinwesen unter Druck reagieren und sich behaupten. Der neue Titel bringt diese Einsicht auf den Punkt und macht sichtbar, wofür wir stehen.

Civitas meint mehr als Staatlichkeit oder Ordnung. Der Begriff verweist auf den Raum, in dem Bürger Verantwortung übernehmen, Konflikte austragen und gemeinsame Regeln entwickeln. Genau dort entsteht Sicherheit oder sie geht verloren. Wer Sicherheit ernsthaft diskutieren will, muss über Werte, Institutionen, Öffentlichkeit und Macht sprechen. Das Civitas Journal versteht sich als Ort dieser Debatte, analytisch, nüchtern und offen für unterschiedliche Perspektiven.

Mit dem Zusatz Security, Society & Political Culture benennen wir bewusst die drei Ebenen, die wir zusammenführen. Sicherheitspolitik ohne gesellschaftlichen Kontext bleibt technokratisch. Gesellschaftsanalyse ohne Machtfrage bleibt unvollständig. Politische Kultur ohne Sicherheitsdimension bleibt abstrakt. Unser Anspruch ist es, diese Ebenen miteinander zu verschränken und Entwicklungen verständlich zu machen, bevor sie zu Krisen werden.

Der neue Name ist kein Bruch mit der bisherigen Arbeit, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung. Das Sicherheitsforum Deutschland bleibt der institutionelle Rahmen. Das Journal wird deutlicher als publizistische Plattform erkennbar, die sich an Leser richtet, die Tiefe, Einordnung und argumentative Klarheit suchen. Wir wollen Debatten nicht zuspitzen um der Zuspitzung willen, sondern ordnen, kontextualisieren und begründen.

Civitas Journal steht damit für eine Haltung. Sicherheit ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Freiheit. Gesellschaft ist kein Hintergrundrauschen, sondern Akteur. Politische Kultur ist kein Ornament, sondern entscheidet darüber, wie Konflikte gelöst werden. Mit diesem Verständnis gehen wir in die kommenden Debatten und laden zur kritischen Lektüre ein.

Um die Redaktionsarbeit im Tagesgeschehen leisten zu können, hat sich das Team ein „Redaktionsstatut“ als inhaltliche Leitplanke gegeben.

So versteht die Redaktion des Civitas Journal ihre Arbeit zunächst einmal als Beitrag zur Stärkung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz. In einer Zeit beschleunigter Umbrüche, wachsender Unsicherheit und politischer Polarisierung sieht sie ihre Aufgabe darin, Orientierung zu geben, Zusammenhänge einzuordnen und Vertrauen in die Gestaltungsfähigkeit von Gesellschaft und Institutionen zu fördern. Berichterstattung und Analyse zielen nicht auf kurzfristige Aufregung, sondern auf Stabilität, Urteilsfähigkeit und langfristige Perspektiven.

Grundlage dieser Arbeit ist eine klare Gemeinwohlorientierung. Das Civitas Journal verpflichtet sich, Themen, Informationen und Debatten so aufzubereiten, dass sie dem Gemeinwesen dienen und nicht Partikularinteressen. Transparenz, Fairness und Ernsthaftigkeit prägen den publizistischen Anspruch. Wo Interessen sichtbar werden, sollen sie benannt und eingeordnet werden. Wo Konflikte bestehen, sollen sie verständlich gemacht werden, ohne sie künstlich zu verschärfen.

Die Redaktion arbeitet parteiunabhängig. Sie ist weder politischen Parteien noch Interessengruppen oder Lobbyorganisationen verpflichtet. Kritische Distanz zu politischen Akteuren gehört ebenso zum Selbstverständnis wie die Bereitschaft, Argumente unabhängig von ihrer Herkunft zu prüfen. Nähe und Ablehnung werden nicht entlang parteipolitischer Linien definiert, sondern entlang von Sachargumenten, Verantwortung und Folgen politischen Handelns.

Das Civitas Journal gründet seine Arbeit auf einem christlichen Wertefundament. In Achtung vor der Würde jedes Menschen und orientiert an christlichen Wertvorstellungen wie Verantwortung, Nächstenliebe und Gerechtigkeit versteht sich die Redaktion als Dienst an der Gesellschaft. Dieses Fundament ist kein dogmatisches Programm, sondern ein ethischer Bezugspunkt für Maß, Sprache und Urteilskraft.

Europa begreift die Redaktion als kulturelle, historische und geistige Heimat. Die europäische Idee wird nicht allein als politisches Projekt verstanden, sondern als gewachsener Raum gemeinsamer Erfahrungen, Werte und Konflikte. Das Civitas Journal fördert das Bewusstsein für diese Wurzeln und für die Verantwortung, die sich daraus für Gegenwart und Zukunft ergibt.

In Anerkennung der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands steht die Redaktion in Solidarität mit Israel und bekennt sich zum Existenzrecht des jüdischen Staates. Diese Haltung schließt eine kritische Auseinandersetzung mit der Politik der jeweiligen israelischen Regierung ausdrücklich ein. Solidarität und Kritik werden nicht als Widerspruch verstanden, sondern als Teil verantwortungsbewusster publizistischer Arbeit.

Wahrhaftigkeit und Verantwortung bilden den Kern des journalistischen Selbstverständnisses. Sorgfältige Recherche, ein transparenter Umgang mit Quellen und ein bewusster, maßvoller Einsatz von Sprache sind verbindlich. Ziel ist es, Realität verlässlich abzubilden, Komplexität nicht zu verschleiern und Vertrauen zu verdienen, statt es kurzfristig zu instrumentalisieren.

Schließlich versteht sich das Civitas Journal als ideologiefreier Raum. Die Redaktion fühlt sich keinen geschlossenen Weltanschauungen verpflichtet. Sie stellt Fragen, beleuchtet unterschiedliche Perspektiven und fördert kritisches Denken. Orientierung soll ermöglicht werden, nicht verordnet. Maßgeblich sind dabei die Grundsätze eines demokratischen Staatswesens, insbesondere Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Verantwortung des Einzelnen für das Gemeinwesen.

Das Redaktionsteam