Saudi-Arabien investiert in die Zukunft: KI, Kontrolle und geopolitische Spannungen

Milliardeninvestitionen in Energie, Bildung, Religion und Rechenzentren sollen Saudi-Arabien zum globalen KI-Vorreiter machen. Doch nicht nur die Technologie entwickelt sich rasant – auch die geopolitische Dynamik verändert sich.

Von Dr. Désirée Kaiser

Saudi-Arabien hat im Februar den Bau eines Rechenzentrums mit einer Anschlussleistung von 1,5 Gigawatt für umgerechnet 4,6 Milliarden Euro angekündigt. Die Pläne wurden auf der Technologiekonferenz »Leap 2025« in Riad vorgestellt. Im Zentrum der saudischen KI-Entwicklung steht das Unternehmen Datavolt, eine Tochter des saudischen Fonds »Vision Invest«. Geplant ist der Bau eines Rechenzentrums im Industrie-Hub Oxagon, einem Herzstück des Megaprojekts Neom. Die erste Bauphase soll bis 2028 abgeschlossen sein, für den Vollausbau sind wohl weitere Investitionen in Milliardenhöhe erforderlich.

Um die saudischen Rechenzentren für künftige Geldgeber attraktiv zu machen, bewirbt Datavolt sie als ökologisch nachhaltige Investition: Sie sollen mit Solarstrom betrieben werden, der in dem Wüstenstaat das ganze Jahr über kostengünstig erzeugt werden kann. Die Nachtstunden sollen mit Energiespeichern und Strom aus Wasserstoff überbrückt werden. Dabei setzt Datavolt auf sogenannten blauen Wasserstoff, der aus Erdgas gewonnen wird, wobei das freiwerdende CO₂ abgetrennt wird.

KI-gesteuerte Stromnetze ermöglichen bereits heute die Überwachung des Energieverbrauchs in Echtzeit und erleichtern die Integration erneuerbarer Energiequellen wie Solar- und Windenergie in das nationale Stromnetz. Diese Fortschritte sollen dazu beitragen, dass Saudi-Arabien sein Ziel erreicht, bis 2030 die Hälfte seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Die Rechenzentren und KI-Technologien benötigen jedoch enorme Mengen an Strom. Ob diese Projekte also mit den eigenen Nachhaltigkeitszielen vereinbar sind, ist zumindest strittig.

Die auf der Konferenz angekündigte Summe von umgerechnet 4,6 Milliarden Euro bezieht sich vor allem auf den Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur. Doch das ist nur ein Teil des Puzzles: KI-Investitionen in Höhe von umgerechnet 13,7 Milliarden Euro wurden angekündigt. Ein besonders aufsehenerregendes Beispiel ist der umgerechnet 1,38 Milliarden Euro schwere Vertrag mit dem US-Start-up Groq, das die sogenannte Language Processing Unit (LPU) entwickelt hat – einen spezialisierten KI-Beschleuniger, der für die Verarbeitung großer Sprachmodelle optimiert ist. Eine Technologie, die sich besonders für die Bereiche Datenanalyse und digitales Lernen eignet. Bereits ein Jahr zuvor hatte der saudische Energiekonzern Aramco angekündigt, gemeinsam mit Groq das weltweit leistungsstärkste Rechenzentrum für KI-Inferenz aufzubauen.

Besonders der Einsatz von KI in Glaubensfragen sorgte zuletzt für Aufsehen: In Mekka wurde zu Beginn des diesjährigen Ramadans ein KI-gesteuerter Roboter vorgestellt, der Fragen rund um die kleine Pilgerfahrt (Umra) in mehreren Sprachen beantwortet. Während der Wallfahrtsaison soll diese Technologie dazu beitragen, die Reise von Millionen von Gläubigen zu optimieren. In der Vergangenheit stellte der Massenandrang die saudischen Behörden vor erhebliche Probleme – erst im vergangenen Jahr starben wieder Hunderte Pilger. »Ich finde es faszinierend, dass ein Roboter mir Antworten auf meine religiösen Fragen geben kann«, sagt der saudische Unternehmer Faisal Al-Harbi. »Gleichzeitig frage ich mich, ob das wirklich nötig ist oder ob wir damit nicht zu weit gehen.«

Das Vorhaben wirft weitere Fragen hinsichtlich der geopolitischen Ausrichtung Saudi-Arabiens auf. Auch auf internationaler Ebene baut Saudi-Arabien seine KI-Partnerschaften massiv aus. Wie kürzlich bekannt wurde, führen der saudische Staatsfonds und Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten derzeit Gespräche über milliardenschwere Investitionen in ein neues KI-Projekt von OpenAI. Ziel ist der Aufbau eines globalen Netzwerks für Rechenleistung, das eine verlässliche Infrastruktur für das Training großer Sprachmodelle bieten soll. Diese Entwicklung könnte die internationale KI-Landschaft entscheidend beeinflussen – und zeigt erneut, wie stark der Nahe Osten sich als strategischer Player in der globalen KI-Ökonomie positionieren will, insbesondere im Spannungsfeld zwischen den USA und China. Neben der Kooperation mit dem US-Konzern Groq nutzt Aramco auch Anwendungen des chinesischen KI-Start-ups DeepSeek. Saudi-Arabien unterhält historisch enge Beziehungen zu den USA, in den letzten Jahren wurden jedoch die wirtschaftlichen Kontakte zu China intensiviert. Ein deutliches Zeichen dieser Annäherung war der Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Riad Ende 2022, bei dem zahlreiche Abkommen unterzeichnet wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen Beijing und Riad könnte von den USA als strategische Herausforderung interpretiert werden – insbesondere dann, wenn dadurch technologische Abhängigkeiten entstehen, die amerikanischen Interessen zuwiderlaufen. Gleichzeitig ist Saudi-Arabien bestrebt, seine Beziehungen zu den USA zu stärken. Die Herausforderung besteht darin, eine Balance zwischen den beiden Großmächten zu finden, um die eigenen technologischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, ohne in geopolitische Konflikte verwickelt zu werden.

Saudische Investitionen treiben derweil bereits zahlreiche Projekte im Königreich voran: von Smart-City-Konzepten über medizinische Anwendungen bis hin zur Verkehrssteuerung. »Saudi-Arabien hat das Potenzial, ein globaler Vorreiter in der Entwicklung von KI zu werden – wenn es uns gelingt, das Wissen im Land selbst aufzubauen«, sagt der saudische Technologieexperte Khalid Al-Qahtani und kommt auf die größte Herausforderung zu sprechen: den Aufbau heimischer KI-Expertise.

Saudische Experten sollen künftig durch groß angelegte staatliche Förderprogramme an Forschungszentren wie der King Abdullah University of Science and Technology ausgebildet werden. Denn Saudi-Arabien kämpft mit einem Fachkräftemangel: Bereits seit den 1930er-Jahren, vor allem im Zuge der Gründung der staatlichen Ölgesellschaft Aramco, warb das Königreich ausländische Fachkräfte an – ein Trend, der sich heute im IT-Sektor fortsetzt.

Im Leben der Bevölkerung, die mit durchschnittlich 25 Jahren sehr jung ist, spielen KI-Anwendungen eine immer größere Rolle. Gesundheitsterminals in Einkaufszentren liefern medizinische Diagnosen, während KI-gestützte Chatbots in Banken Kundenanfragen beantworten. Die Einführung des KI-gestützten Terminbuchungssystems Mawid hat die Wartezeiten in Krankenhäusern verkürzt.

Im Bildungsbereich analysieren Systeme wie Madrasa das individuelle Lernverhalten und den Lernfortschritt. So können Lehrkräfte ihre Methoden an die Bedürfnisse der einzelnen Schüler anpassen. Darüber hinaus helfen KI-gestützte Plattformen wie Qalam Schülern dabei, komplexe Themen zu verstehen. Qalam ist ein KI-gestütztes Schreibtool, das seit 2022 in saudischen Schulen eingesetzt wird.

Um ihre Studierenden auf die Anforderungen des IT-Arbeitsmarkts vorzubereiten, hat die Universität Tabuk im Nordwesten des Landes Qalam nicht nur fest in ihren Lehrplan integriert, sondern ist auch eine Partnerschaft mit dem saudischen KI-Unternehmen Proven Solution eingegangen. Darüber hinaus nutzen Initiativen wie die Saudi Skills Academy KI-gestützte Simulationen, um Studierende auf Berufe in den Bereichen Technologie und Ingenieurwesen vorzubereiten und die Ausbildung an die Anforderungen des sich wandelnden Arbeitsmarkts anzupassen.

Während die saudische Regierung die Fortschritte im Bereich KI begrüßt, sind einige Experten besorgt. »Wir müssen darüber sprechen, wie sich KI auf den Arbeitsmarkt auswirkt«, meint die saudische Journalistin Aisha Al-Dusari. »Gerade in einem Land, das stark auf Dienstleistungen setzt, könnten viele Jobs wegfallen. Umschulungsprogramme und neue Bildungsinitiativen sind dringend nötig.« Dusari ist skeptisch, ob KI die Lücke füllen kann: »Es nützt nichts, ausländische KI-Firmen zu fördern, wenn wir keine Arbeitskräfte im Land ausbilden. Ohne ausgebildetes Fachpersonal bleibt Saudi-Arabien in einer Abhängigkeitsspirale gefangen.«

Die Kontrolle über riesige Datenmengen und der Einsatz von KI in sensiblen Bereichen wie der Überwachung des öffentlichen Raums werfen Fragen zu Privatsphäre und individueller Freiheit auf. »Die Technologie ist faszinierend, aber ohne klare gesetzliche Regelungen besteht die Gefahr des Missbrauchs«, warnt Technologieexperte Qahtani. Die Förderung einzelner Tech-Unternehmen trägt seiner Meinung nach nicht zur Transparenz bei. »Wir brauchen verbindliche Regeln für Unternehmen im Umgang mit Datensätzen. Das schafft letztlich auch Klarheit für den Nutzer.«

In einem Land mit eingeschränkter Meinungsfreiheit, schwachem Datenschutz und geringen digitalen Rechten stellt sich die Frage, ob der Einsatz von KI nicht auch die Gefahr birgt, dass diese Technologien zur Massenüberwachung und Unterdrückung von Dissens eingesetzt werden. Hier bedarf es einer klaren Datenschutzstrategie, sonst könnten KI-gestützte Überwachungssysteme autoritäre Kontrolle verstärken.

Viele der saudischen KI-Projekte, auch solche, die mit chinesischen Unternehmen realisiert werden, operieren ohne transparente Ethikrichtlinien. Während westliche KI-Entwicklungen häufig unter akademischer Aufsicht stehen, ist unklar, welche Standards für Saudi-Arabien gelten. Ohne solche Richtlinien besteht jedoch die Gefahr diskriminierender Algorithmen, unfairer KI-Entscheidungen und intransparenter Datennutzung.

Die Ziele des saudischen KI-Sektors sind beeindruckend, doch die tatsächliche Umsetzung bleibt fraglich. Projekte wie Neom haben bereits mit Managementproblemen und finanziellen Unregelmäßigkeiten zu kämpfen, was die Frage nach der Realisierbarkeit aufwirft. Investitionen in KI sollten nicht nur Prestigeprojekte sein, sondern nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen bringen.

Offen bleibt auch die Frage, ob Saudi-Arabien über genügend Fachkräfte verfügt, um seine KI-Strategie umzusetzen. Ein Großteil der Arbeitskräfte kommt aus dem Ausland, während das eigene Bildungssystem noch nicht ausreichend auf die Anforderungen einer KI-getriebenen Wirtschaft ausgerichtet ist. Ohne eine gezielte Ausbildungsoffensive wird Saudi-Arabien auch in diesem Schlüsselsektor langfristig vom Ausland abhängig bleiben.

Dr. Désirée Kaiser ist Lehrbeauftragte am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und gründete Ende 2024 die Consulting-Agentur »Future Focus MENA«.

Wenn Demokratie als Sünde gilt – Ein Fall aus der Praxis

Von Numan Özer

Ein 16-jähriger Schüler einer zehnten Klasse verweigert die Teilnahme an der schulischen Juniorwahl zur Bundestagswahl. Seine Begründung: Die Beteiligung an demokratischen Prozessen sei Shirk – ein Begriff aus dem Islam, der die Beigesellung anderer Götter neben Allah bezeichnet und als schwere Sünde gilt. Seit den Sommerferien fällt der Schüler durch religiös aufgeladene Diskussionen auf, die regelmäßig den Unterricht sprengen und den Klassenfrieden stören. Besonders alarmierend wird es, als er beginnt, Mitschüler in seiner und den Parallelklassen zu überzeugen, ebenfalls die Wahl zu boykottieren. Die Lehrkräfte sind zunehmend überfordert und ratlos angesichts der entstehenden Spaltung.

Hierbei handelt es sich um keinen Einzelfall. Eine aktuelle Studie der Universität Münster zeigt, dass etwa 20 % der befragten Muslime mit Migrationshintergrund in Deutschland Ressentiments verspüren, die in Kombination mit anderen Faktoren eine Radikalisierung begünstigen können. Diese verfestigten Kränkungsgefühle können islamistische Gruppen gezielt nutzen, um Betroffene gegen die deutsche Gesellschaft zu mobilisieren.

Radikalisierung ist selten ein Einzelfaktorphänomen. Junge Menschen, die sich extremistischer Ideologie zuwenden, sind häufig vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Die sogenannten Push-Faktoren – also die belastenden Umstände, die junge Menschen in eine Radikalisierung drängen können – umfassen unter anderem Orientierungslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Diskriminierungserfahrungen, Identitätskonflikte, familiäre Belastungen und sozioökonomische Benachteiligung. In besonders prekären Lebensrealitäten, wie sie im urbanen Raum zahlreicher deutscher Großstädte zu finden sind, scheitern viele Jugendliche am Übergang von der Schule in die Ausbildung oder Erwerbstätigkeit. Auch im Fall des beschriebenen Schülers zeigt sich dieses Bild deutlich: Kurz vor dem Abschluss der zehnten Klasse steht er ohne konkrete Perspektive da. Er weiß nicht, wie es nach der Schule weitergehen soll. Ein funktionierender Übergang von Schule zu Beruf bleibt in vielen Fällen aus – das System versagt hier systematisch.

Der Schüler lebt mit seiner Familie in beengten Wohnverhältnissen. Seine Familie ist armutsgefährdet, im häuslichen Umfeld erlebt er Gewalt. Er stammt aus einer Familie mit internationaler Geschichte, wurde selbst aber in Deutschland geboren. Sein Wohngebiet gilt als sozialer Brennpunkt. Ausbildungsbetriebe sortieren Bewerbungen mit seiner Adresse häufig schon bei der Sichtung aus. Hinzu kommt, dass Jugendliche mit arabischen oder türkischen Namen bei gleicher Qualifikation nachweislich seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden.

Gleichzeitig wirken Pull-Faktoren: Angebote extremistischer Milieus, insbesondere über soziale Medien, versprechen Zugehörigkeit, Identität und Bedeutung. TikTok ist dabei ein zentraler Katalysator. Extremistische Prediger oder Akteure aus der Grauzone der Szene verbreiten hier Narrative, dass demokratische Prozesse und Wahlen unislamisch seien. Diese Inhalte sind professionell aufbereitet, ansprechend gestaltet und passgenau auf jugendliche Lebenswelten zugeschnitten – inszeniert wie Popkultur. Diese Rattenfänger agieren effektiv, ungestört und mit enormer Reichweite. Der Verfassungsschutzbericht 2024 warnt explizit vor dieser digitalen Radikalisierungsdynamik.

Repression und Sicherheitsmaßnahmen sind ein wichtiges Instrumentarium, aber sie allein reichen nicht aus. Ein reines sicherheitspolitisches Denken greift zu kurz und bleibt oberflächlich. Es gleicht dem Versuch, Unkraut zu bekämpfen, indem man es nur oberflächlich abschneidet: Der Rasen sieht kurzzeitig sauber aus, doch das Problem wächst aus der Tiefe weiter, breitet sich aus und wird zunehmend schwerer kontrollierbar. Nur wer das Unkraut mitsamt Wurzel entfernt, kann das Problem nachhaltig lösen.

Ein tragisches Beispiel liefert der Messeranschlag in Solingen im August 2024: Ein 26-jähriger Syrer griff auf einem Volksfest Menschen mit einem Messer an, tötete drei und verletzte acht. Obwohl der Täter bereits hätte abgeschoben werden sollen, blieb er unter prekären Bedingungen ohne Perspektive im Land. Die Reaktion der Politik: Diskussionen über Verbotszonen. Doch Verbote allein greifen zu kurz. Der Hamburger Hauptbahnhof war trotz Messerverbotszone im Mai 2025 Schauplatz einer ähnlichen Tat. 18 Menschen wurden bei einem Angriff verletzt – das bestehende Verbot konnte die Tat nicht verhindern.

Besonders heikel: In Nordrhein-Westfalen wurden im gleichen Zeitraum die Mittel für Integrations- und Teilhabeprogramme deutlich gekürzt. Für viele junge Menschen, die ohnehin unter schwierigen Bedingungen leben, verschärft sich dadurch die Lage weiter. Ohne Bleibeperspektive, ohne Zugang zu Bildung, ohne Teilhabe entsteht ein gefährliches Vakuum, das Radikalisierung begünstigt.

Radikalisierung junger Menschen ist kein Problem einzelner Individuen – sie ist ein Spiegel gesellschaftlicher Versäumnisse. Jeder junge Mensch sollte die Chance haben, in einer freiheitlichen Gesellschaft aufzuwachsen, sich zu entfalten und aktiv mitzuwirken. Dazu braucht es mehr als Sicherheit – es braucht Teilhabe, Gerechtigkeit und Vertrauen. Prävention, Empowerment und Chancengleichheit müssen zur Grundlage einer zukunftsorientierten Sicherheitsstrategie werden – sonst bleibt jede Maßnahme ein Pflaster auf einer tiefen Wunde.

180° Wende e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln, der seit 2012 junge Menschen dabei unterstützt, Verantwortung zu übernehmen, Perspektiven zu entwickeln und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Die Organisation richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene und setzt auf Peer-to-Peer-Ansätze und innovative Bildungsprojekte zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe. Mit ihrer Arbeit leistet die Organisation wirksame Präventionsarbeit und stärkt die Zielgruppe durch nachhaltiges Empowerment. Für ihr Engagement wurde 180° Wende mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Intercultural Innovation Award der United Nations Alliance of Civilizations (UNAOC).

Numan Özer ist Jurist und stellvertretender Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins 180° Wende e.V. Seit vielen Jahren engagiert er sich für die Stärkung junger Menschen und die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe. In seiner Rolle bei 180° Wende gestaltet er die strategische Entwicklung der Organisation mit und treibt Projekte in den Bereichen Prävention, Empowerment und Bildung voran.