Frohe Weihnachten

Weihnachten fällt in diesem Jahr in eine Zeit, die von Unruhe, Krieg, Verfolgung und tiefgreifenden politischen Verwerfungen geprägt ist. Der brutale Krieg in der Ukraine vor unserer Haustür hält unvermindert an. Antisemitismus zeigt auf unseren Straßen offen und hemmungslos seine hässliche Fratze. Das Attentat von Bondi Beach kommt leider nicht überraschend und stellt ein weiteres Fanal einer enthemmten politischen Kultur dar, das uns mehr als eine Warnung sein sollte. Täglich erreichen uns Bilder von Gewalt, Leid und Unsicherheit, die weit über einzelne Regionen hinaus wirken und auch unser eigenes Denken und Handeln berühren.

Doch auch auf der wirtschaftlichen Seite erreichen uns nahezu täglich Hiobsbotschaften über Massenentlassungen, Firmenschließungen und Insolvenzen. Dies sind keine anonymen Vorgänge, sondern Entwicklungen, mit denen die Existenzängste zahlloser Menschen verbunden sind. Bürokratisierung, Überregulierung, marode Infrastruktur, Bildungsmisere und Reformstau bilden einen bedrückenden Rahmen. Hinzu kommt die Kakophonie in den sozialen ebenso wie in den klassischen Medien, die viele Menschen als kaum noch erträglich empfinden und die Verunsicherung zusätzlich verstärkt. Die Welt scheint für viele Menschen aus den Fugen geraten zu sein. Das Vertrauen in die Lösungsfähigkeit der Politik ist in Deutschland auf dem Tiefpunkt. Nach einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im November 2025 sind nur noch 50 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass sich aktuelle Probleme im Rahmen des demokratischen Systems gut lösen lassen. Nur 28 Prozent der Deutschen vertrauen der aktuellen Bundesregierung. Den Medien vertrauen nur noch 22 Prozent. Den Parteien sprechen nur noch 17 Prozent der Bürger das Vertrauen aus. Eine wahrlich erschreckende Bilanz, die mehr als ein Weckruf sein sollte.

Gerade in einer solchen Lage gewinnt die weihnachtliche Botschaft des Neuen Testaments eine besondere Bedeutung. Sie erinnert daran, dass Hoffnung, Frieden und die Würde des Menschen nicht aus Macht oder Stärke erwachsen, sondern aus Verantwortung füreinander, aus Mitgefühl und aus der Bereitschaft, dem Nächsten beizustehen.

Weihnachten ist damit nicht nur ein Fest der Besinnung, sondern auch eine Einladung, innezuhalten und sich der Werte zu vergewissern, die unser Zusammenleben tragen sollen. Frieden auf Erden beginnt im Kleinen, im persönlichen Umfeld, in der Bereitschaft zum Dialog und im festen Willen, Freiheit und Menschlichkeit zu bewahren. Diese Haltung ist es, die auch die Arbeit des Sicherheitsforum Deutschland leitet und trägt.

In diesem Geist möchte ich allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise ihrer Lieben wünschen. Mögen diese Tage Raum geben für Ruhe, Zuversicht und Kraft für die Aufgaben, die vor uns liegen.

Zugleich ist Weihnachten ein Anlass, Dank auszusprechen. Mein besonderer Dank gilt meinen Vorstandskollegen Oberst a. D. Axel Schwarz, Rolf Clement und Nikolaus Dietrich für ihre unermüdliche Unterstützung bei unserer Vereinsarbeit, den Veranstaltungen und allen anderen Aktivitäten sowie allen Mitgliedern unseres Vereins. Ich danke Generalleutnant a. D. und Bundesbeauftragtem für Krisenresilienz, Sicherheitspolitik und zivil militärische Zusammenarbeit von Malteser Deutschland Martin Schelleis für seine große Unterstützung bei unseren Veranstaltungen. Rolf Clement danke ich zudem für die inspirierende Moderation unserer Veranstaltungen und die Arbeit als Chefredakteur unseres Online Journals. Dr. Martin Schulte danke ich für seine juristischen Beratungen.

Mein besonderer Dank auch im Namen des Vorstands gilt Prof. Christiane Woopen, Dr. Hans Christoph Atzpodien, General a. D. Jörg Vollmer, Generalleutnant a. D. Dr. Klaus Olshausen, Oberst a. D. Ralph Thiele, Oberst a. D. Gregor Engels und erneut Martin Schelleis für den offenen Austausch sowie für Rat und Tat.

Für die regelmäßigen Beiträge in unserem Online Journal danke ich Dr. Sascha Arnautovic, Dr. Désirée Kaiser, Rima El Chaker, Christina Moritz, dem Brigadegeneral der argentinischen Streitkräfte a. D. Oscar Armanelli für seinen Blick von außen sowie Generalleutnant a. D. Dr. Klaus Olshausen.

Oberst a. D. Gregor Engels danke ich darüber hinaus für seine Anregungen und seine wertvollen Kontakte ins Ausland, die uns helfen, unseren Blick zu weiten. Weiterer Dank geht an Michael Mertes und Professor Gerhard Blickle für ihre inspirierenden Beiträge und den großartigen Austausch.

Der Dank des Vereins gilt ebenfalls Oberst a. D. Richard Rohde und Stabshauptmann a. D. Roland Heckenlauer von unserem Kooperationspartner Gesellschaft für Sicherheitspolitik GSP Sipo Sektion Bonn.

Für die Unterstützung bei unserem Online Journal und bei technischen Fragen danke ich Lena Stolz, Christoph Krause und Raphael Zingen. Michael Herweg danke ich für die zuverlässige Veranstaltungstechnik. Alfons Wahlers danke ich für die Unterstützung beim Management unserer Veranstaltungen sowie Katrin Groos und Benjamin Loosen für den allgemeinen Support.

Schließlich dankt der Verein Dr. Michael Klevenhaus als freundlichem Gastgeber im Café im Kunstmuseum Bonn sowie dem Honorarkonsul des Königreichs Belgien Dr. Andreas Schaeben als Gastgeber im Belgischen Haus in Köln. Der Dank gilt ebenso dem Team der Kasinogesellschaft Wahn e. V. für den stets hervorragenden Service.

Zum Abschluss eine Information in eigener Sache. Ab Januar wird dieses Online Journal mit neuem Design und neuem Namen für Sie wieder da sein. Parallel dazu ist die offizielle Website des Sicherheitsforum Deutschland e. V. entstanden. Freuen Sie sich auf unsere neue Online Präsenz.

Allen Lesern, Unterstützern und Wegbegleitern wünsche ich im Namen des Sicherheitsforums Deutschland ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein neues Jahr mit Zuversicht, Besonnenheit und Frieden.

Norbert Adam Froitzheim | 1. Vorsitzender | Sicherheitsforum Deutschland e.V.

Image by Susana Cipriano from Pixabay

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